Für meine "World Peace Walls"-Ausstellung, die im Mai in Berlin stattfinden sollte, stellte mir die Vogel Rechtsanwaltsgesellschafts mbH, einen Rolls-Royce Silver Shadow, Baujahr 1972, zur Verfügung. Der Wagen sollte bemalt, ausgestellt und versteigert werden. Ich verbrachte eine Woche im März in einem kleinen Küstenort nahe der dänischen Grenze, um den Wagen für die Aktion vorzubereiten. Er hatte einen erheblichen Lackschaden und musste deshalb abgeschliffen und grundiert werden. Ich begann mit der Lackierung des Vorderteils, der "World Peace Walls"-Friedenstaube auf der Motorhaube. Im Mai sollte der Wagen dann nach Berlin überführt werden. Dazu schreibt am 16.05.08 die Schleswiger Zeitung in den Schlagzeilen: Kunstvoll verzierter Rolls-Royce verschwunden - Schleswiger Schwindler linkt Berliner Anwälte Eine teuer bestückte Garage in Nordfriesland, ein schrill lackierter Rolls-Royce, eine falsche Autowerkstatt in Schleswig und ein angeblicher Schwindler aus der Schleistadt, der renommierte Berliner Rechtsanwälte narrt. Das sind die Zutaten eines kuriosen Kriminalfalls, der die Kripo in Schleswig beschäftigt. Niemals hätte ich geglaubt, dass mein Friedensprojekt in einen Kriminalfall verwickelt sein würde. Wie es dazu kam: Der Wagen sollte kurzfristig von Nordfriesland nach Berlin überführt werden. Ich war bereits in Berlin, um ihn in Empfang zu nehmen. Wir hatten über "my hammer.de" einen Oldtimer Restaurator ausfindig gemacht, der noch ein paar kleine Reparaturen an dem Wagen vornehmen und ihn dann nach Berlin bringen sollte. Ich selbst hatte telefonischen Kontakt zu dem Fahrer. An dem Abend, an dem der Wagen nach Berlin kommen sollte, bestätigte er mir immer wieder, dass er noch unterwegs sei. Als ich die ganze Nacht an dem ausgemachten Treffpunkt gewartet hatte und das Telefon des Fahrers nicht mehr zu erreichen war, schöpfte ich langsam Verdacht. Wir setzten sofort alle Ruder in Bewegung und versuchten, auf verschiedenen Wegen etwas über den Fahrer und den Verbleib des Wagens herauszufinden, teils über Nachbarn und Bekannte des Fahrers, teils über Polizei und Kripo in Schleswig, teils über einen Mittelsmann vom SEK. Der letzte Stand der Ermittlungen besagt, dass der Wagen wohl in die Schweiz geschleust wurde. Der Fahrer wurde bereits verhört, die Polizei konnte ihm allerdings nichts nachweisen und musste ihn wieder laufen lassen. So bleibt die Reise des 72-er Silver Shadows weiterhin ein MysteriumÉ doch ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben,dass das Rätsel gelöst wird.